Klaus Breuing

 

1951 in Wernigerode im Harz geboren, Grundschule, Fach-arbeiter für Lebensmittelverpack.-Maschinenbau, Gitarrenunterr., Amateurtanzkapelle Uhrwerk, Grundwehrdienst, Buchhändler.

Seit 1974 in Berlin (Ost), schriftstellerische Versuche, Musiker für die Konzert- u. Gastspiel-Direktion Potsdam, Bockwurst-Verkäufer, Kabel-Träger beim Fernsehfunk, Lampenverkäufer, Sortierer im Bananenkeller, Aufnahmeprüfung Hochschule für Musik "Hanns Eisler", Fach Gitarre. Öffentl. Auftritte m. eigenen Liedern u. Gedichten, Wohnungsdurchsuchung und Gerichtsver-handlung, Verhängung des sogenannten Berlin-Verbots.

Saisonkellner HO-Gaststätte „Christianenthal“ in Werni-gerode, dann wieder in Berlin. Möbelträger. Erneute Wohnungs-durchsuchung und Ablehnung von der Musikhochschule – Aufnahme Fachschule für Tanzmusik Berlin-Friedrichshain, Akt-Modell für die Kunsthochschule Weißensee, Abbruch des Tanz-musik-Studiums nach 2½ Jahren.

1975 Bekanntschaft mit der alten in Zepernick lebenden Puppenspielerin Ilse Iwowski ("Pole Poppenspäler", DEFA 1954) sowie mit der Puppenspielerin Heidi Schwieder, erste gemeinsame Puppenspielauftritte.

Vorspiel an der Schauspielschule Berlin – Fachrichtung Puppenspiel. Nach bestandener Eignungsprüfung Rücknahme der Studienzulassung wegen überschrittenem Höchstalters für Direktstudenten (26 Jahre). Danach Hilfshausmeister im Museum für Naturkunde, Krankenpfleger in der Charité, externe Ausbildung als Puppenspieler am Elbe-Elster-Theater in Lutherstadt Wittenberg, am Staatlichen Puppentheater Frank-furt/Oder sowie an den Bühnen der Stadt Zwickau.

1978 nach abgebrochenem, unentdeckten Westfluchtversuch über Bulgarien-Türkei Beginn als Solo-Puppenspieler mit Ruck-sackbühne „Lampion“. Gastspiele im Puppentheater Wismar, auf Hiddensee, in den kirchlichen Behindertenheimen Neinstädt und in Berliner Kindergärten u. Schulen. 1985-88 Puppenspieler am Theater Anklam, danach freischaffend tätig.

1991 Schankwirtsprüfung, in den eigenen Werkstatt-/ Wohn-räumen Aufbau und am 21. Oktober Einweihung des Cafés „Lampion“ - Nachtschwärmer-Szene-Kneipe mit Puppentheater, Knaackstraße 54 am Berliner Kollwitzplatz.

1993 zusammen m. Regina Gleim Tochter Charlotte. Erwerb d. Gebäudes d. ehemaligen Dorfschule im uckermärkischen Dorf Funkenhagen, dort seit 1997 alljährlich Sommer-Puppentheater.

2003: Wegen Hauseigentümer-Wechsels am 3. Mai in Berlin Schließung des Cafés „Lampion“, seitdem ständiger Wohnsitz als freiberuflicher Puppenspieler in Funkenhagen.

2006: Dacherneuerung des Theatergebäudes zur 10. Sommer-Spielzeit und 30jähriges Bühnenjubiläum als Puppenspieler


 


Siehe auch u.a.: "Prinz Hinz von Pfefferminz",

Porträtfilm von A. Kettelhack u. U. Gellermann, ORB 2000 sowie:

"Lampion – c’est ci bon" Dokumentarfilm v. Günter Kotte, SFB 2001